Die wichtigsten Änderungen 2019 - Was Sie jetzt wissen sollten

Jedes Jahr bringt Änderungen mit sich. Lesen Sie nach, ob sich auch für Sie neue Vorteile ergeben können. 

Jobcenter ("Hart IV" - SGB II)

Regelsatzerhöhung

 

Die Regelsätze werden ab 01.01.2019 wie folgt erhöht: 

  • Für Alleinstehende von 416,00 € auf 424,00 € 
  • Für Partner, welche in einer Bedarfsgemeinschaft leben von 374,00 € auf 382,00 €
  • Für Erwachsene mit einer Behinderung, welche in einer Einrichtung leben von 332,00 € auf 339,00 €
  • Für unter 25-Jährige im Haushalt der Eltern (oder nach Auszug ohne Genehmigung durch das Jobcenter) von 332,00 € auf 339,00 €
  • Für Jugendliche (14-18 Jahre) von 316,00 € auf 322,00 €
  • Für Kinder (6-13 Jahre) von 296,00 € auf 302,00 €
  • Für Kinder (0-5 Jahre) von 240,00 € auf 245,00 €

 

Bitte beachten Sie, dass es im Einzelfall z.B. durch die Anrechnung von Einkommen wie z.B. Lohn, Kindergeld oder Unterhaltsleistungen ggf. auch zu niedrigeren Auszahlungsbeträgen kommen kann.

Sie haben das Gefühl,
Ihr Bescheid ist falsch berechnet?


Neue Förderungsmöglichkeiten für „Langzeitarbeitslose“ durch § 16 i SGB II und § 16 e SGB II:

 

Für Leistungsempfänger, welche seit 6 bzw. seit über zwei Jahren arbeitssuchend sind soll der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt erleichtert werden. 

 

Dieses Ziel verfolgt der Gesetzgeber, indem er sowohl bei den Leistungsempfängern, als auch bei potentiellen Arbeitgebern ansetzt:

 

So sollen Leistungsempfänger, die seit mindestens zwei oder seit über sechs Jahren arbeitssuchend sind, eine bessere und individuellere Betreuung durch das Jobcenter bekommen, das Gesetz spricht von einer „ganzheitlichen Unterstützung“.  Dies soll insbesondere durch ein Coaching und eine Begleitung über den Eintritt in den Betrieb hinaus erfolgen. 

 

Gleichzeitig wird für potentielle Arbeitgeber durch Lohnkostenzuschüsse ein Anreiz geschaffen, Bewerbern ein Arbeitsverhältnis anzubieten, welche seit mindestens zwei Jahren nicht mehr im Arbeitsmarkt integriert waren. Der Lohnkostenzuschuss kann hier -zeitlich begrenzt- bis zu 100 Prozent betragen. 

„Sozialamt“ (Grundsicherung – SGB XII)

Regelsatzerhöhung

 

Auch hier werden die Regelsätze ab 01.01.2019 wie folgt erhöht:

  • Für Alleinstehende von 416,00 € auf 424,00 € 
  • Für Partner, welche in einer Bedarfsgemeinschaft leben von 374,00 € auf 382,00 € 

Bitte beachten Sie, dass auch hier aufgrund von Einkommensanrechnung (z.B. Rente wegen Erwerbsminderung, oder Altersrente) geringere Beträge zur Auszahlung kommen können. 

Arbeitslosenversicherung

Ab dem 01.01.2019 sinkt der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung von vormals 3,0 % des Bruttoeinkommens auf 2,5 %. 

 

Krankenversicherung

 

Für Selbständige, welche freiwillig gesetzlich versichert sind, kommt es zu einer Entlastung bei den Beiträgen: Während für die Berechnung des Mindestbeitrages bislang ein Mindesteinkommen von 2283,50 € unterstellt wurde, wurde die Bemessungsgrenze nun auf 1038,33 EUR reduziert. Auch wird es zukünftig nicht mehr erforderlich sein, zwischen hauptberuflichen und nebenberuflichen Selbständigen zu unterscheiden. Durch die Anpassung des Mindesteinkommens sinkt der Mindestbeitrag für freiwillig gesetzlich versicherte Selbständige auf rund 160,00 € im Monat. 

 

Kindergeld

Ab 01.07.2019 wird das Kindergeld um 10,00 € monatlich erhöht:

  • Für das 1. Und 2. Kind steigt das Kindergeld damit von 194,00 € auf 204,00 €
  • Für das dritte Kind wird das Kindergeld von 200,00 € auf 210,00 € erhöht
  • Für jedes weitere Kind steigt das Kindergeld von 225,00 € auf 235,00 €

 

 

Kinderfreibetrag

Der Kinderfreibetrag erhöht sich ab dem 01.01.2019 von 7.428,00 € auf 7620,00 €

 

Mindestlohn

Der Mindestlohn wird ab 01.01.2019 auf 9,19 € brutto pro Stunde angehoben. 

 

Sie haben Fragen zu den Neuerungen?